Eigene Etiketten, genau so wie du sie brauchst
Vorratsgläser beschriften, Flaschen im Bad ordnen, Geschenke mit Namen versehen oder dein kleines Label auf das Produkt bringen: mit dem Schneideplotter machst du dir die Etiketten einfach selbst. Du bist nicht an fertige Größen aus dem Geschäft gebunden, sondern bestimmst Form, Schrift und Farbe komplett selbst.
Hier erfährst du, welche Folie zu welchem Etikett passt, wann du nur schneidest und wann du druckst und schneidest, und wie du die fertige Form sauber aufbringst.
Zwei Wege: schneiden oder drucken und schneiden
Bevor du loslegst, ist eine Sache wichtig: Wie bunt soll dein Etikett sein? Daran entscheidet sich, mit welcher Folie und welcher Technik du arbeitest.
- Einfarbig schneiden: Du nimmst selbstklebende Vinylfolie in einer Farbe, der Plotter schneidet die Form und du entgitterst sie (überflüssige Folie wegziehen). Perfekt für klare Schrift und Symbole, etwa "Mehl", "Zucker" oder ein kleines Logo.
- Drucken und schneiden (Print & Cut): Hier druckst du das Motiv erst auf bedruckbare Vinylfolie und lässt den Plotter danach entlang der Kontur schneiden. So bekommst du Etiketten mit Foto, Farbverlauf oder mehreren Farben in einem Durchgang.
Für Etiketten auf Stoff (Wäschelabels, Namensschilder auf Textil) arbeitest du nicht mit Vinyl, sondern mit Flexfolie und einer Transferpresse. Der Ablauf beim Schneiden und Entgittern bleibt aber gleich.
Welche Folie für welches Etikett?
Bei uns findest du mehr als nur Standard-Vinyl. Je nach Etikett lohnt sich eine besondere Folie:
- Bedruckbare Vinylfolie: für farbige Etiketten mit Text und Logo, die du erst druckst und dann mit Print & Cut ausschneidest.
- Kreidetafel-Vinylfolie: ein matter Tafel-Look, den du mit Kreidestift immer wieder neu beschriftest. Ideal für Vorratsgläser, deren Inhalt wechselt.
- Scratch-off Vinyl: mit abkratzbarer Schicht für Rubbel-Etiketten, Gutscheine oder Adventskalender.
- Glow-in-the-dark-Vinylfolie und Fluor-Vinylfolie: für Etiketten und Markierungen, die auffallen oder im Dunkeln leuchten sollen.
- Brushed Aluminium Vinylfolie und Vinyl EFX: für einen edlen Metall- oder Spezialeffekt, wenn das Etikett hochwertig wirken soll.
Die wichtigsten Optionen nebeneinander, damit du auf einen Blick die passende findest:
| Folie | Technik | Wofür |
|---|---|---|
| Standard-Vinylfolie | Schneiden und entgittern | Einfarbige Schrift und Symbole auf Glas, Kunststoff, Metall |
| Bedruckbare Vinylfolie | Print & Cut (drucken, dann schneiden) | Farbige Etiketten mit Logo, Foto oder Verlauf |
| Kreidetafel-Vinylfolie | Schneiden, danach mit Kreidestift beschriften | Wiederbeschriftbare Etiketten für Vorratsgläser |
| Scratch-off Vinyl | Schneiden und aufkleben | Rubbel-Etiketten, Gutscheine, Adventskalender |
| Bedruckbare statische Folie | Print & Cut, haftet ohne Kleber | Ablösbare Fenster-Etiketten und Hinweise auf Glas |
Das ganze Folien-Sortiment findest du in der Kategorie bedruckbare Vinylfolie und unter Vinyl.
Lieber zusehen als lesen? Jamie zeigt, wie du Labels mit Flex- und Vinylfolie erstellst:
Noch mehr zum Schneiden und Bedrucken von Vinylfolie auf unserem YouTube-Kanal:
- Vinylfolie plotten und kleben: die Basics
- Tipps zum Schneiden und Entgittern
- Bedruckbares Vinyl mit Silhouette
- Kreidetafel-Vinylfolie
Schritt für Schritt zum eigenen Etikett
Egal ob einfarbig oder bedruckt, der Ablauf ist überschaubar. So gehst du vor:
- Entwirf dein Etikett in der Software deines Plotters: Form, Text und Größe. Bei bunten Etiketten setzt du das Motiv mit Schnittmarken für Print & Cut.
- Drucken (nur bei bedruckbarer Folie): Druck das Motiv auf die bedruckbare Vinylfolie und lass die Tinte gut trocknen, bevor es weitergeht.
- Schneiden: Leg die Folie ein, stell die passende Klinge und Schnitttiefe ein und lass den Plotter die Form schneiden. Bei Print & Cut liest er erst die Schnittmarken.
- Entgittern: Zieh die überflüssige Folie rund um dein Motiv ab. Bei feinen Buchstaben hilft ein Entgitterhaken.
- Aufbringen: Leg Übertragungsband (Transfertape) auf das Etikett, zieh es vom Träger ab und platziere es auf der sauberen, fettfreien Oberfläche. Mit dem Rakel von der Mitte nach außen andrücken, dann das Tape flach abziehen.
Tipp: Brauchst du eine frische Klinge, schau bei den passenden Roland-Messern für Standard-Vinyl vorbei. Eine stumpfe Klinge ist oft der Grund, wenn feine Buchstaben ausreißen.
Ideen für selbstgemachte Etiketten
Wenn du erst mal angefangen hast, findest du überall Stellen für ein eigenes Etikett. Ein paar Anregungen:
- Küche und Vorrat: einheitliche Beschriftung für Gewürze, Mehl, Nudeln und Müsli. Mit Kreidetafel-Vinyl kannst du den Inhalt immer wieder ändern.
- Bad und Kosmetik: Etiketten für Pumpspender und Aufbewahrungsboxen, die Feuchtigkeit gut vertragen.
- Geschenke und Aktionen: Rubbel-Etiketten aus Scratch-off Vinyl für Gutscheine oder einen selbstgemachten Adventskalender.
- Werkstatt und Garage: auffällige Markierungen mit Fluor-Vinyl oder Glow-in-the-dark-Vinyl.
- Produkte und Verpackung: bedruckte Etiketten mit Logo aus bedruckbarer Vinylfolie, wenn du dein eigenes kleines Label aufbaust.
Häufige Fragen zu selbstgemachten Etiketten
Für einfarbige Etiketten schneidest du selbstklebende Vinylfolie und entgitterst die Form. Sollen Text und Logo in Farbe drauf, nimm bedruckbare Vinylfolie: erst drucken, dann mit der Plotter-Funktion Print & Cut entlang der Kontur schneiden. Für Stoffetiketten arbeitest du mit Flexfolie und einer Transferpresse.
Beim reinen Schneiden schneidet der Plotter nur die Form aus einfarbiger Folie, danach entgitterst du. Bei Print & Cut druckst du das Motiv zuerst auf bedruckbare Folie und der Plotter liest dann die Schnittmarken und schneidet exakt entlang des Drucks. So bekommst du Etiketten mit Farbverlauf, Foto oder mehreren Farben.
Etiketten aus Vinylfolie halten Feuchtigkeit gut aus und eignen sich für Vorratsgläser, Flaschen und Kosmetik. Bei bedruckter Vinylfolie schützt eine Laminat- oder Transparentschicht die Tinte zusätzlich, damit sie beim Abwischen nicht verschmiert. Beachte immer das Datenblatt der jeweiligen Folie.
Ja. Für Wäsche- und Stoffetiketten arbeitest du mit Flexfolie statt Vinyl. Du schneidest und entgitterst die Form und presst sie mit der Transferpresse oder dem Bügeleisen auf das Textil. Vinylfolie ist dagegen für glatte Oberflächen wie Glas, Kunststoff und Metall gedacht.
Nach dem Entgittern legst du Übertragungsband (Transfertape) auf das Motiv, ziehst die Folie vom Träger ab und platzierst sie auf der sauberen, fettfreien Oberfläche. Mit einem Rakel oder einer Plastikkarte streichst du von der Mitte nach außen die Luft heraus, danach ziehst du das Tape flach wieder ab.
Für verdeckte Codes, Gutscheine oder Adventskalender gibt es Scratch-off Vinyl mit einer abkratzbaren Schicht. Du schneidest die Form mit dem Plotter und klebst sie über das, was verborgen bleiben soll. So machst du Rubbel-Etiketten ganz ohne Spezialdrucker.
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