Taschen und Jutebeutel bedrucken: dein eigenes Motiv mit Flexfolie

Aus dem schlichten Beutel wird dein Lieblingsstück

Eine einfache Jutetasche kostet fast nichts, aber mit deinem eigenen Spruch, Logo oder Motiv darauf wird sie schnell zum echten Hingucker. Ob als Geschenk, für deinen Stand auf dem Markt oder einfach für den Wocheneinkauf: Mit Flexfolie und einer Transferpresse bekommst du in wenigen Minuten ein sauberes Ergebnis.

Hier liest du, welche Folie zu Baumwolle und Jute passt, wie du Schritt für Schritt vorgehst und wie das Motiv viele Wäschen übersteht.

Welche Folie passt auf eine Stofftasche?

Jutebeutel und Stoffbeutel bestehen meist aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Mix. Darauf arbeitest du am besten mit Flexfolie: ein dünnes, glattes Material, das du ausschneidest und mit Hitze und Druck auf den Stoff presst. Das Sortiment findest du in der Kategorie Flex und Flock. Diese Varianten kommen für Taschen besonders oft infrage:

  • Poli-Flex Turbo: der Allrounder. Kurze Pressdauer, deckt gut, sitzt auf Baumwolle zuverlässig. Wenn du unsicher bist, womit du anfangen sollst, ist das eine gute erste Wahl.
  • Poli-Flock Tubitherm: Flockfolie mit samtiger, leicht erhabener Oberfläche. Gibt deinem Motiv ein hochwertiges, fühlbares Finish.
  • Poli-Flex Pearl Glitter: mit Glitzereffekt, schön für Namen, festliche Motive oder Geschenke.
  • Siser Stripflock Pro: eine weitere Flockfolie für den weichen, beflockten Look.

Welche Farbe es genau wird, prüfst du am besten an einer Farbkarte, denn am Bildschirm wirken Töne anders als auf dem Stoff. Es gibt eine Farbkarte für Poli-Flex Turbo, eine Farbkarte für Poli-Flex Pearl Glitter und eine Farbkarte für Poli-Flock Tubitherm.

Damit du auf einen Blick siehst, welche Folie zu deinem Vorhaben passt:

FolieTypLookWofür auf der Tasche
Poli-Flex Turbo Flexfolie Glatt, matt deckend Logos, Sprüche, Alltagsmotive (Allrounder)
Poli-Flock Tubitherm Flockfolie Samtig, fühlbar erhaben Hochwertiges, tastbares Finish
Poli-Flex Pearl Glitter Flexfolie Glitzernd Namen, festliche Motive, Geschenke
Poli-Flex Luminous Flexfolie Nachleuchtend Auffällige Effektmotive

Willst du gern loslegen, ohne erst einzeln zusammenzustellen? Dann schau dir das Starterpaket Flexfolie mit Siser Juliet an, da hast du Plotter und Folie in einem Paket.

Lieber zusehen als lesen? Ellen druckt eine Tasche mit Poli-Flex Turbo:

Mehr Tipps rund um Flexfolie auf unserem YouTube-Kanal:

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Schritt für Schritt: so bedruckst du eine Tasche

Mit etwas Vorbereitung sitzt das Motiv gerade und hält lange. So gehst du vor:

  1. Motiv spiegeln und schneiden. Spiegele dein Design in der Software, denn du legst die Folie mit der Glanzseite nach oben in den Plotter. Schneide es aus.
  2. Entgittern. Ziehe das überschüssige Material rund um dein Motiv von der Trägerfolie ab, sodass nur das Design auf der Folie bleibt.
  3. Beutel vorbereiten. Lege die Tasche flach hin und positioniere dein Motiv. Wenn eine Naht oder der Henkel im Weg ist, schiebe ein Pressing Pillow in den Beutel, damit nur die Druckfläche Druck bekommt.
  4. Pressen. Presse mit der Transferpresse oder dem Bügeleisen. Hitze, Druck und Zeit findest du im Datenblatt der jeweiligen Folie, daran solltest du dich halten.
  5. Trägerfolie abziehen. Je nach Folie heiß oder kalt abziehen (steht im Datenblatt). Fertig.

Du brauchst noch einen Plotter zum Schneiden? Die Geräte findest du unter Schneideplotter. Steife oder dicke Folie schneidet sich anders, dazu gibt es eigene Tricks in unseren Videos.

Damit das Motiv die Wäsche übersteht

Eine Tasche wird benutzt und gewaschen, deshalb zählt vor allem die Haftung. Drei Dinge machen den Unterschied:

  • Sauberer Stoff. Wasch den Beutel vorher, aber ohne Weichspüler. Weichspülerreste sind der häufigste Grund, warum Folie später abgeht.
  • Genug Druck und die richtige Hitze. Halte dich an Temperatur und Zeit aus dem Datenblatt. Zu wenig Druck oder zu kurze Pressdauer rächt sich beim ersten Waschen.
  • Schonend waschen. Wende die Tasche auf links und wasch sie nicht zu heiß. Trockner besser meiden.

Hat sich doch mal eine Ecke gelöst oder willst du ein Motiv entfernen? Mit dem Flexentferner löst du Folie gezielt vom Stoff, ohne den Beutel gleich wegzuwerfen.

Häufige Fragen zum Taschen bedrucken

Für Jutebeutel und Stoffbeutel aus Baumwolle ist Flexfolie die naheliegende Wahl. Du schneidest dein Motiv mit dem Schneideplotter aus, entgitterst es und presst es mit der Transferpresse oder dem Bügeleisen auf den Stoff. Poli-Flex Turbo ist dafür ein zuverlässiger Allrounder.

Ja, das geht. Eine Transferpresse gibt gleichmäßigen Druck und konstante Hitze, deshalb ist das Ergebnis dort am haltbarsten. Mit dem Bügeleisen klappt es bei kleinen Motiven auch, wenn du fest und mit genug Hitze arbeitest. Lege ein Pressing Pillow in den Beutel, damit Nähte und Henkel den Druck nicht stören.

Achte auf sauberen Stoff ohne Weichspülerreste, genug Anpressdruck und die richtige Hitze und Zeit laut Datenblatt. Wende den Beutel zum Waschen auf links und wasch ihn nicht zu heiß. Dann hält das Motiv viele Wäschen durch.

Lege ein Pressing Pillow in die Tasche. Es füllt den unebenen Bereich auf, sodass die Presse nur auf die Druckfläche drückt und nicht auf Nähte oder Henkel. So bekommst du auch nah an der Kante ein sauberes Ergebnis.

Ja. Du schneidest jede Farbe einzeln aus und presst sie nacheinander auf. Manche Flexfolien lassen sich übereinander pressen, andere nicht. Prüfe das im Datenblatt der jeweiligen Folie und arbeite von der untersten Lage zur obersten.

Frisch aufgepresste Flexfolie lässt sich oft noch korrigieren. Mit einem Flexentferner kannst du Folie gezielt vom Stoff lösen, wenn ein Motiv schiefsitzt oder du etwas ändern willst. Teste immer erst an einer unauffälligen Stelle.

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